#taufe

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michaela
@michaela@meerjungfrauengrotte.de · May 10, 2026
Guten Morgen, ich wünsche Euch einen schönen und gesegneten Sonntag! Heute vor 39 Jahren wurde ich getauft, in einer afrodeutschen Pfingstgemeinde in Hamburg, mit fast 19 Jahren, durch Untertauchen. Mein Taufspruch steht im Evangelium nach Johannes, im 8. Kapitel: "Und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen" ("and you shall know the truth, and the truth shall set you free"). Woe, 38 Jahre ist das nun schon her. Was mein Taufspruch mir sagen sollte, habe ich erst viel später erkannt, nach meinem Coming-out. Eine ganz einfache Wahrheit: Gott liebt mich so, wie ich bin. Gott lliebt trans. Ich bin kein "Fehler", sondern von Gott gewollt und akzeptiert. Wir gehören zum "und siehe, es war sehr gut", das Gott nach der Schöpfung sprach. Ich brauchte lange, um das zu erkennen und zu merken: Es war tatsächlich Sünde, mein Transsein so lange als "nicht gottgewollt" abzulehnen. Was Gott gut nennt, darf der Mensch nicht falsch nennen. #Taufe #Pfingstgemeinde
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michaela
@michaela@meerjungfrauengrotte.de · Apr 28, 2026
Funfact: Die Konfirmation in evangelischen Landeskirchen gäbe es ohne die täuferischen Kirchen nicht – und Luther war strikt dagegen. Der Straßburger Reformator Martin Bucer, der der Gläubigentaufe wohl eher positiv gegenüberstand, aber keine Möglichkeit sah, die Kindertaufe durch sie zu ersetzen, erfand die Konfirmation 1539 als Kompromiss: Die Kindertaufe wurde zwar beibehalten, aber die so Getauften sollten den Katechismus lernen und dann vor der Gemeinde „Ja“ zu ihrer Taufe sagen, die erst damit sozusagen „vollständig“ wurde. Erst mit der Konfirmation durften sie das Abendmahl empfangen. Luther dagegen war der Meinung, die Taufe bedürfe keiner Ergänzung – und lehnte die Konfirmation entschieden ab. Es reiche, den Katechismus zu lernen. Zudem sah er in der Feier der Konfirmation ein zusätzliches Sakrament, das er nicht zulassen wollte. Letztlich hat sich Martin Bucer, nicht Martin Luther durchgesetzt, die Konfirmation ist heute in praktisch allen evangelischen Kirchen mit Kindertaufe üblich. Bei den täuferischen Kirchen werden hingegen Kinder gesegnet und erst später auf ihre eigene Entscheidung hin getauft (und dadurch Mitglieder der Gemeinde). Der Umgang täuferischer Kirchen mit Kindgetauften, die Mitglieder werden wollen, ist unterschiedlich. Ursprünglich gab es praktisch überall nur die Möglichkeit der Gläubigentaufe – was Kirchen mit Kindestaufe als nicht erlaubte „Wiedertaufe“ (oder polemisch „Widertaufe“) betrachten (und früher verfolgt und geahndet haben, bis hin zur Todesstrafe). Schon im 19. Jahrhundert kam es aufgrund des kategorischen Neins der Baptisten zur Mitgliedschaft kindgetaufter Christen zur Gründung der Freien evangelischen Gemeinden, die zwar selbst nur Gläubige tauften, aber auch kindgetaufte Christen als Mitglieder aufnahmen. Seit vielen Jahren gehen aber immer mehr täuferische Kirchen wie z. B. viele Baptistengemeinden dazu über, kindgetaufte Christen ohne Gläubigentaufe aufzunehmen. Ein Grund ist, dass die Gläubigentaufe sonst allzu leicht nur noch als „Eintrittskarte“ in die Gemeinde dient, ohne wirklich von der Gläubigentaufe überzeugt zu sein. Ein anderer Grund ist, dass man Gewissensnöte bei den kindgetauften Christen vermeiden möchte. #Konfirmation #Taufe #Kirchen #Täufer #Baptisten
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